Fantasy Football Fragen vor Woche 5
Was könnte passieren & was wird sich klären?

Die ersten fünf Spieltage der neuen Fantasy Football Saison sind bereits Geschichte. Unerwartet starke und schwache Spieler, fragwürdige Entscheidungen der Coaches und verletzungsbedingte Ausfälle prägten die erste Woche.  Dennoch sind noch nicht alle Rollen, Verletzungen und Stärken der Teams geklärt und einige Fragezeichen bleiben vorerst da. Diese offenen Fantasy Football Fragen könnten sich in Woche 5 klären:

Ist Kenny Pickett ein Upgrade für die Steelers?

Früher als von vielen erwartet wird Pickett der Starter in Pittsburgh und verdrängt den glück- und harmlosen Mitch Trubisky. Fantasymanager erhoffen sich nun vor allem von den Receivern Diontae Johnson und George Pickens deutliche Leistungssteigerungen. Tatsächlich deutete der neue Quarterback bereits an, dass er dazu tendiert, den Ball öfters tiefer zu werfen. Ob sich am Offensivspiel der Steelers wirklich was ändert, wird sich bald zeigen.

Sinkt der Fantasyvalue von Edwards-Helaire demnächst?

Der Runningback der Chiefs spielt eigentlich eine schwache Saison und ist nicht so intensiv in die Offensive eingebunden, wie man erwarten konnte. Durch bereits fünf Touchdowns produziert er aber trotzdem gute Fantasyzahlen. Diese Abhängigkeit kann ihm und seinen Fantasyownern aber schnell zum Verhängnis werden. Nach wie vor bleibt er eine riskante Option in jedem Lineup.

Kann Tyler Higbee ein Top 5 Tight End werden?

In vielen Ligen wurde Higbee nicht einmal gedraftet und war erst in Woche 2 ein beliebtes Waiver Target. Durch 12,3 Fantasypunkte war er zuletzt der sechstbeste Tight End und konnte seinen Fantasyvalue nochmals steigern. Auch wenn Cooper Kupp immer die Lieblingsanspielstation von Stafford bleiben wird, bekommt Higbee doch genug Pässe, vor allem in der Redzone. Kann er in den Kreis der Elite Tight Ends vordringen oder ist er bereits an seinem Limit?

Geht es für Darnell Mooney endlich aufwärts? 

Mooney war vor der Saison ein relativ hochgerankter Receiver, der die Erwartungen bislang aber noch nicht annähernd erfüllen konnte. Umso überraschender kamen seine 11,4 Fantasypunkte in Woche 5, die sofort wieder Hoffnungen weckte. Mooney ist zwar unbestritten der beste Receiver der Bears, aber was heißt das schon angesichts der mauen 174 Passingyards eines indisponierten Justin Fields? Können sich die Bears und damit auch Mooney offensiv stabilisieren oder bleiben sie der Sargnagel für die Ambitionen zahlreicher Fantasymanager?

Bleibt Aaron Rodgers ein durchschnittlicher Fantasy-Quarterback?

Langsam werden kritische Stimmen lauter, die das Quarterback-Urgestein der Packers für seine durchwachsenen Resultate anzählen. Auch in Fantasy konnte er noch nicht ein einziges Mal über 20 Punkte erzielen und ist dadurch unterer Ligadurchschnitt. Die Chance besteht, dass er durch den Overtime-Sieg gegen die Patriots mit ordentlich Momentum gegen die Giants antritt und langsam eine gute Verbindung zu seinen Receivern aufbauen kann. Bis dahin bleibt Rodgers eine Fantasyoption mit relativ sicherem Floor, aber ohne wirkliches Upside.

James Robinson – ein einmaliger Ausrutscher?

2,9 Fantasypunkte! James Robinson sorgte bei seinen Fantasyownern für blankes Entsetzen und brachte die mit Abstand schwächste Saisonleistung auf den Platz. Optimisten sehen den Grund dafür in der starken Defense der Eagles und prognostizieren eine deutliche Leistungssteigerung in Woche 5. Ob Travis Etienne von jetzt an mehr Carries bekommen wird?

Melvin Gordon, Latavius Murray oder doch Mike Boone?

Der Schock der schlimmen Verletzung von Javonte Williams sitzt noch tief. Nichtsdestotrotz wird in Fantasykreisen eifrig diskutiert, wer denn nun der Nr.1 Halfback der Broncos wird. Aktuell scheint Melvin Gordon die Nase vorne zu haben, aber der 29-Jährige sorgte in dieser Saison bereits für mehr Fumbles als Touchdowns und dürfte im besonderen Visier seiner Coaches sein. Boone und Murray könnten als Sleeper von zusätzlichen Einsatzzeiten profitieren.

Hat Tyler Allgeier das Zeug zum Workhorse?

Wer den Rookie im College bei BYU gesehen hat, wird diese Frage schnell mit ja beantworten wollen. Durch die Verletzung von Patterson scheint Allgeier nun die besten Chancen zu haben, dessen Rolle als erster Runningback zu übernehmen. Caleb Huntley und bald auch Damien Williams könnten ihm aber Snaps wegnehmen und gerade das nächste Matchup gegen die Buccaneers wird nicht leicht werden für Allgeier.

Ist die Lamar Jackson Show am Ende? 

Magere 13 Fantasypunkte brachte Jackson gegen die Bills trotz eines famosen Starts aufs Board – ein Drittel seiner Leistung in Woche 4. Übereifrige Fantasymanager hinterfragen nun seinen bisher so sicheren Platz im Fantasylineup und schauen sich bereits panisch nach möglichen Alternativen um. Noch ist aber viel zu früh, den Panikknopf zu drücken. Jackson bleibt auch gegen die Bengals ein sehr guter Fantasyquarterback und sollte zunächst in jedem Lineup bleiben.

Sind die Commanders noch zu retten?

Neuer Name, neues Logo, neuer Quarterback, erster Sieg im ersten Spiel – es herrschte Aufbruchstimmung in Washington. Für kurze Zeit waren die Diskussionen um den Owner und um das marode Stadion vergessen, einige Fans träumten bereits euphorisch von den Playoffs. Nun stehen sie bei 1-3 und sind gerade offensiv Welten vom starken ersten Spiel entfernt. Carson Wentz spielt wieder wie der Carson Wentz, den (leider) alle kennen, die Runningbacks sind erschreckend harmlos und außer Curtis Samuel scheinen auch die Receiver keine gute Saison zu erwischen. Können die Commanders das Ruder nochmals herumreißen?

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